TAiji

Im Taiji gibt es drei Aspekte:

 

1. Selbstverteidigung

Taiji wird als die Praxis der daoistischen Prinzipien angesehen, z.B. überwindet das Weiche das Harte. Ein Taiji-Ideal ist sowohl weich als auch stark zu sein. Mit der Zeit lernen wir, die Kräfte und Energien von uns selbst, aber auch von unseren Übungspartnerinnen und -partnern, richtig zu handhaben und anzuwenden. Unabhängig von Grösse, Gewicht oder Kraft unseres Gegenübers. Die Möglichkeit zur Selbstverteidigung bildet für uns jedoch nur einen positiven Nebeneffekt und steht nicht im Fokus.

 

2. Förderung der körperlichen Gesundheit

  • Die tiefe Atmung fördert die Sauerstoff-Zirkulation. Die erhöhte Zufuhr von Sauerstoff verbessert die Funktion der inneren Organe, einschliesslich dem Immunsystem.
  • Die sanften Bewegungen fördern nicht nur die Beweglichkeit und Koordination, sondern auch die Zirkulation von But und Körperflüssigkeiten. Dies stärkt sowohl die inneren Organe als auch die Muskeln und Knochen und das Immunsystem.
  • Geist (Mind), der mit Intention durch den Körper bewegt wird, fördert die Zirkulation von Energie. Aus der Chinesischen Medizin ist uns die Bedeutung vom Zustand des Energieflusses in unserem Körper für die Gesundheit bekannt.

3. Innere Verfeinerung

Jede Taiji-Stunde beginnt damit, dass wir den Geist (Mind) aus der äusseren Welt zurück und nach innen ziehen. Anfangs hilft uns dabei die tiefe Atmung. Dann beginnen wir, die inneren Sensoren wahrzunehmen und gehen anschliessend weiter nach innen durch das Energiefeld des Körpers. (Close down the mind)

Erst danach beginnt die eigentliche innere Arbeit. Der Mind in seinem tiefsten Aspekt (Deep Mind) ist zentral für den Trainingsprozess.

 

Betrachtet man Taiji als Energietraining beinhaltet dies unter anderem das Training von Intention, Bewusstsein und Intelligenz innerhalb des Mittleren Dantiens, dem Level der tiefen Emotionen. Im Mittleren Dantien findet für uns die Hauptarbeit bei der inneren Verfeinerung statt.